Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionen
für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen
Depressionen einfach erklärt

Was ist das: "Depressionen"? - Was macht mich/uns depressiv?

Sehen Sie sich doch dazu mal den sehr gut erklärenden Film (Dauer: 26:15 min) an, den Sie mit Klick auf das bildmittige Abspielsymbol starten können.

  • Was macht das mit mir?
  • Wie geht es jetzt weiter?
  • Wo finde ich Hilfe / Unterstützung / Wegbeglei-tung
Im Leben eines jedes Menschen gibt es Stimmungsschwankungen.

Da wir die „Hochs“ und „Tiefs“ unseres Lebens kennen, sind wir meist bereit, sie zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen. In der Regel gelingt es uns, sie zu bewältigen und mehr oder weniger gut damit klarzukommen.
Bei außergewöhnlichen, länger andauernden seelisch-emotionalen Belastungen und un-günstigen Begleitumständen kann dies jedoch misslingen: Die „Hochs“ und „Tiefs“ verselbst-ständigen sich und entgleiten unserer Kontrolle.
Wir geraten aus dem Gleichgewicht, können weder angemessen mit der Situation umgehen noch sie bewältigen. Nicht mehr wir bestimmen Stimmung und Erleben – sie bestimmen uns.
Die Verzweiflung wächst, während wir nach außen eine Fassade aufrechterhalten, die viel Kraft kostet – Kraft, die uns an anderer Stelle fehlt.

Depression - was ist das?
Eine Depression ist eine weit verbreitete psychische Störung, die sich unter anderem durch anhaltende Traurigkeit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit, verminderte Genussfähigkeit, Schuldgefühle, geringes Selbstwertgefühl, Schlaf- und Appetitstörungen, Müdigkeit sowie Konzentrationsprobleme äußern kann.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO = World Health Organization) beschreibt Depression als eine häufige psychische Erkrankung, die durch gedrückte Stimmung sowie den Verlust von Interesse oder Freude gekennzeichnet ist.
Eine ausführlichere, allgemein verständliche Übersicht mit Beispielvideo finden Sie auf der Seite von: gesund.bund.de.

Eine wirklich wichtige Anmerkung!
Ich möchte Sie vor einem allzu unkritischen „Konsum“ von Literatur und Videos zum Thema Depressionen warnen.
Auf der Suche nach Hilfe betreten Sie ein sehr breites, oft widersprüchliches und schnell überforderndes Feld. Neben Sinnvollem und Hilfreichem finden sich auch Irreführendes, Fragwürdiges, Betrügerisches und sogar Gefährliches, das nichts mit echter Unterstützung zu tun hat.
Inzwischen haben sich immer mehr dubiose Angebote etabliert, die nur „Ihr Bestes“ (= Ihr Geld) wollen und bei denen sie oft auch noch im Voraus bezahlen sollen. Prüfen Sie solche Angebote besonders kritisch.
Viel sicherer, zuverlässiger, sinnvoller und hilfreicher ist dagegen der Weg über seriöse, kostenfreie Beratungsstellen 
Vertrauen Sie auf die dort vorhandenen, erfahrungsbasierten, wertvollen und leicht verständlichen, komplett kostenfreien Informationen, Tipps und Angebote.
Konsumieren Sie Inhalte nicht einfach nebenbei, sondern prüfen Sie diese sorgfältig – idealerweise gemeinsam mit einer Vertrauensperson.
Viele erfahrungsbasierten Inhalten finden Sie auch hier auf dieser Homepage - komplett kostenfrei.
Nutzen Sie zur Orientierung die thematisch sortierten Bücherlisten im Download- Bereich dieser Homepage.
Lesen Sie die gezielt und sorgfältig ausgewählten Texte und Leseproben, zu denen Sie einen persönlichen Zugang finden und die ich für Sie zusammengestellt habe.
"Wie fühlt sich eine Depression an?" „Wie fühlt sich eine Depression an?“ ist auch im Gesundheitsmagazin der AOK ein Thema, dem sich Professor Dr. Ulrich Hegerl ausführlich widmet.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich Symptome äußern, wie man damit umgehen und wo man Hilfe bekommen kann, lesen Sie den Artikel: "Wie fühlt sich eine Depression an?"
Neues Roadmovie „Expedition Depression“ vorgestellt (unbed. Empfehlung!)
Roadmovie „Expedition Depression“
Das nebenstehende Titelbild zur „Expedition Depression“ steht für eine besondere Reise: Fünf junge Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren begeben sich gemeinsam auf den Weg, ihre eigene Depression besser zu verstehen.




Interview: Jacqueline, Julia, Charis, Christoph und Christoph
Zwei Wochen waren Jacqueline, Julia, Charis, Christoph und Christoph gemeinsam durch Deutschland unterwegs - auf den Spuren ihrer eigegen Depression.
Sie besuchten dabei eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, campierten auf Zeltplätzen, machten eine Alpenwanderung und erlebten einen Sporttherapie-Tag.
Entstanden ist daraus das gleichnamige und eindrucksvolle Roadmovie von Michaela Kirst und Axel Schmidt. Produziert wurde es von Sagamedia in Kooperation mit der Deutschen DepressionsLiga e. V. und mit finanzieller Unterstützung des AOK-Bundesverbandes.
Sehen Sie sich den Trailer (2:04 Minuten) - mit Klick auf das nachfolgende Bild - an. 
Ich empfehle diesen Film besonders jungen Menschen, die oft große Probleme haben, aus der Anonymität der eigenen Betroffenheit heraus zu treten und sich Hilfe, Unterstützung und Wegbegleitung zu suchen.
© Deutsche DepressionsLiga e.V., Armin Rösl, Stellvertretender Vorsitzender Tel.: 07144 / 70489-60
E-Mail: a.roesl@depressionsliga.de
AOK-Bundesverband GbR, Michael Bernatek, Referent Presse Tel.: 030 / 34646-2655
E-Mail: michael.bernatek@bv.aok.de
Sagamedia, Büro Berlin, Michaela Kirst, Director / Producer Tel.: 030 / 55242341, Mobil: 0160 / 96659696
E-Mail: michaela.kirst@sagamedia.de
Axel Schmidt, Filmemacher, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Tel.: 0170 / 8029500
E-Mail: axlschmidt@netcologne.de

Ein Zitat aus der Pressemitteilung:
Der Film könne gerade jungen Menschen zeigen, wie Gleichaltrige eine Depression erleben und sich dieser stellen. „Darüber hinaus gibt es sicher viele Kinder und Jugendliche, die zwar fühlen, dass irgendetwas nicht stimmt, aber nicht wissen, was. Der Film kann ihnen Orientierung geben und Angst nehmen“, so Reimann. Auch für Nicht-Betroffene gebe der Film einen sehr guten und tiefen Einblick in die Gefühlswelt von Menschen mit Depression.

Zum Film:
  • Botschaft: Depressionen sind behandelbar, je früher sie erkannt werden
  • Ziele: Aufklärung über die Erkrankung Depression
  • Betroffene: Orientierung geben & Angst nehmen; wo/wie kann man Hilfe bekommen
  • Nicht-Betroffene: Einblicke in die Gefühlswelt von Menschen mit Depression erhalten
  • Adressaten: Betroffene mit Depression (insbesondere junge Erwachsene und Jugendliche) sowie Angehörige
  • Mission: Sensibilisierung, Enttabuisierung & Akzeptanz, Umgang mit der Erkrankung Depression und Möglichkeiten der Hilfe
  • Mehr Infos: Film in Spielfilmlänge als DVD und Kinoversion verfügbar*
*Eine Bestellmöglichkeit besteht unter Beachtung des nachfolgenden Hinweises: "Die Bestellung der DVD ist Schulen, Universitäten, Selbsthilfegruppen, gemeinnützigen Vereinen und Kliniken für Gruppenvorführungen gegen eine Versandkostenpauschale von 5,00 € vorbehalten.
Die nebenstehende SWR-Doku-mentation (30:16 Minuten) begleitet den Autor Heiko Wirtz-Walter, der sich seinem eigenen Leiden sowie seiner Vergangenheit stellt und sieben Tage in der Psychiatrie Klingenmünster unter Menschen mit Depressionen ver-bringt.
Gespräche mit Betroffenen, Ein-blicke in ihre Gefühlswelt und die Erfahrung, wie sehr diese Erkrankung das Leben verändern und bestimmen kann, machen diesen Bericht besonders eindrucksvoll und sehenswert.

„Torsten Sträter spricht über eigene Erfahrungen mit De-pressionen, Suizidgedanken und berichtet von verschiedenen Be-handlungswegen – etwa Gesprä-chen, Medikation und deren Wirkung.
Sehen Sie sich mit Klick auf das nebenstehende Videobild an, wie ein Prominenter sich offen zu seiner eigenen Betroffenheit äußert und eindrucksvoll über seine persönlichen Erfahrungen redet.
Seine ehrlichen und verständlichen Schilderungen können dabei helfen, die Erkrankung besser zu verstehen, Vorurteile abzubauen und Mut zu machen, sich mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen und Hilfe anzunehmen.
Anhand seiner eigenen Erfahrungen wird deutlich, wie sich eine Depression anfühlen kann: Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und der Verlust von Freude an früher wichtigen Dingen. Auch der Rückzug aus sozialen Kontakten und das Gefühl zunehmender Einsamkeit spielen dabei eine große Rolle.
Torsten Sträter spricht zudem offen darüber, dass auch suizidale Gedanken Teil seiner Erkrankung waren – und dass es möglich ist, sich Hilfe zu holen, diese anzunehmen und einen Weg heraus zu finden.

Ursachen

Eine Depression hat in der Regel nicht nur eine einzelne Ursache. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen.
Ein besonders wichtiger Faktor ist dabei permanenter Stress, der oft eine zentrale Rolle spielt. Aber auch belastende Ereignisse und Lebensumstände können zur Entstehung beitragen, wie zum Beispiel:

  • in der kindlichen – sogar embryonalen – Entwicklung
  • Belastungen im beruflichen Umfeld
  • familiäre Probleme
  • schwere körperliche Erkrankungen
  • einschneidende Lebensveränderungen
  • das Gefühl, an der allgemeinen Freude und Aufbruchsstimmung (z. B. im Frühling oder Sommer) nicht teilhaben zu können
  • Lichtmangel in den dunkleren Jahreszeiten
  • u.v.m.

Diese Faktoren können einzeln oder im Zusammenwirken dazu beitragen, das Gleichgewicht von Hormonen und Botenstoffen im Gehirn zu stören.
Wie oben dargestellt, wird hier auch auf den möglicherweise mitverursachenden Teil – die kindliche (nicht embryonale) Entwicklung – unter der Thematik „Grundbedürfnisse von Kindern“ verwiesen.
„Die Erfüllung bestimmter Grundbedürfnisse ist wichtig, damit sich Kinder zu psychisch gesun-den Menschen entwickeln können.“
Prüfen Sie für sich selbst, inwieweit Ihre Grundbedürfnisse in der Kindheit erfüllt wurden und ob sich daraus mögliche Zusammenhänge zu Ihrer heutigen Situation ergeben.
Eine entsprechende PDF- Datei finden Sie im Download-Bereich dieser Homepage unter dem Punkt „Grundbedürfnisse von Kindern“.

Die PDF- Datei finden Sie unter -► DOWNLOADS und dort unter der Überschrift:

5. Wichtiges - Downloadmöglichkeiten:

-► Grundbedürfnisse von Kindern

Wenn Sie sich intensiver mit möglichen Ursachen beschäftigen möchten, finden Sie auf der Seite -► Depressiv durch – mögliche Ursachen“ weitere Erläuterungen und Beispiele.

Arten
Depressionen werden nach Symptomen, Schweregrad, Dauer und Verlauf unterteilt. Dabei unterscheidet man in:

  • Unipolare Depressionen: vorwiegend depressive Phasen, wobei auch hier – meist geringere – Stimmungsschwankungen auftreten können
  • Bipolare Depressionen: oft häufiger Wechsel zwischen depressiven und manischen Phasen

Manische Phasen können zeigen sich zum Beispiel durch:

  • übersteigerte Hochgefühle
  • Gereitzheit oder Aggressionen
Diese manische Form tritt seltener auf als die unipolare Depression.
In manchen Fällen wechseln diese Phasen häufiger. Man spricht dann von „Cycling“ (Wechsel der Stimmungslagen) und bei besonders schnellen Wechseln von „Rapid Cycling“.
Außerdem unterscheidet man zwischen leichten, mittelschweren und schweren Depressionen.
Häufig treten zusätzlich Begleiterkrankungen auf, wie zum Beispiel Angst- oder Panikstörungen.

Doch was läuft da eigentlich im Gehirn ab? Machen wir einen kleiner Exkurs in die Biochemie unseres Körpers.

Jeder von uns hat schon einmal den Begriff "Botenstoffe" (= Neurotransmitter) gehört. Ohne diese Botenstoffe gäbe es keine Signalübertragung im Gehirn.
Zu den wichtigsten Botenstoffen gehören:
  • Dopamin ist in Kombination mit Noradrenalin für angenehme und erfreuliche Gefühle zuständig. Ein zu niedriger Dopaminspiegel führt zu Niedergeschlagenheit und Deprimiertheit.
  • Serotonin sorgt für Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Ruhe. Außerdem dämpft es Hungergefühle, Angst, Aggression, Kummer und Sorgen.
  • Noradrenalin macht den Körper wach, aufmerksam und motiviert.
  • Endorphine sind die körpereigenen Schmerzkiller. Ein zu niedriger Endorphinspiegel lässt Schmerzen stärker erscheinen.

Sie werden vom Körper selbst produziert und liegen in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander vor.

Ist dieses Verhältnis gestört - etwa weil ein Botenstoff nicht ausreichend produziert wird - schlägt sich dies in Gefühlen, Verhalten und Wahrnehmung nieder!

Um die Vorgänge in ihrem Gesamtzusammenhang verstehen zu können, müssen wir uns noch den Aufbau und die Vorgänge in einer Nervenzelle ansehen.

Aufbau einer Nervenzelle
Eine Nervenzelle besteht aus dem Zellkörper, aus dem zahlreiche lange Ausstülpungen hervorgehen, die elektrische Signale weiterleiten. Diese Ausstülpungen werden als Axon beziehungsweise als Dendriten bezeichnet.
Mehrere Nervenzellen sind über die Synapsen miteinander verbunden. Signalgebender und -annehmender Teil der Synapse sind durch den sogenannten synaptischen Spalt voneinander getrennt.
Dendriten fangen Signale auf und leiten sie anschließend über den Zellkörper und das Axon weiter bis zu den Synapsen.
Damit das Signal von der Synapse einer Nervenzelle auf andere Zellen überspringen kann, schüttet die Synapse Botenstoffe in den synaptischen Spalt - also den Raum zwischen den Zellen - aus.
Auf diese Weise wandeln Synapsen das elektrische Signal in ein chemisches um.
Die Botenstoffe breiten sich im synaptischen Spalt aus und erreichen die gegenüberliegende Zelle, wo sie wiederum ein elektrisches Signal auslösen.
Damit keine Dauererregung entsteht, müssen die Transmitter anschließend aus dem synaptischen Spalt entfernt werden. Entweder bauen spezielle Enzyme die Botenstoffe ab, oder die Synapse nimmt sie wieder auf, damit das Signal abebben kann.

Diese werden Botenstoffe vom Körper selbst produziert und liegen in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander vor.

Ist dieses Verhältnis – die Übertragung zwischen den Synapsen – gestört, etwa weil ein Botenstoff (Neurotransmitter)

  • nicht oder nicht ausreichend produziert wird
  • zu schnell abgebaut wird
  • sich nicht an die Zielzelle binden kann
  • zu schnell wieder aufgenommen wird

schlägt sich dies in Gefühlen, Verhalten und Wahrnehmung nieder.

Diese Vorgänge im Gehirn sind ursächlich verantwortlich für depressive Verstimmungen / - Erkrankungen.

Doch was kann man tun?
Zuerst einmal zur Ruhe kommen und so realistisch wie möglich die Umstände zur Kenntnis nehmen.

  • Mit Jemandem reden? Aber mit wem denn?
  • In dieser stressdurchsetzten Zeit gibt es kaum eine Person, die nicht in ihrem näheren Umfeld mit einer Erkrankung an Depressionen konfrontiert ist. Hören Sie mal genauer zu und fragen sie "beiläufig" nach. So finden Sie ggf. andere Betroffene oder deren Angehörige und auch Selbsthilfegruppen wie die SHG "Lebensumwege-Selbsthile-bei-Depressionen".
  • Wer hat Verständnis, kennt sich aus oder hat sogar eigene Erfahrungen?
  • Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfegruppen, Lebenshilfe- Organisationen ...
  • Gibt es Jemanden, der mich nicht in die "Schublade": "Der ist doch verrückt"! steckt?
  • All die zuvor genannten Stellen werden Sie keinesfalls in diese "Schublade" stecken, sondern sich um Sie kümmern, mit Ihrer Erkrankung ernst nehmen, akzeptieren und Ihnen Hilfe bzw. Begleitung anbieten.
  • Wer hilft mir, meine Situation überhaupt erst einmal zu begreifen?
  • Das sind zuerst oft ebenfalls Betroffene, die bereits eigene Erfahungen gesammelt und diese auch in seinem eigenen Leben umgesetzt haben, erfahrungskompetente Personen in Selbsthilfegruppen, oder Fachpersonal wie Ärzte und Therapeuten.
  • Kann mir jemand erklären, warum ich mich plötzlich selber nicht mehr verstehe?
  • JA!, denn Ihre Lebenssituation hat sich plötzlich völlig verändert und Sie brauchen Zeit und Hilfe um sich darin zurecht zu finden, sich selbst "wieder neu kennen - neu lieben zu lernen" und um wieder handlungsfähig zu werden. Erst dann können Sie Ihre Situation aktiv und effektiv bearbeiten, um wieder neu im Leben klarkommen zu lernen.
  • Wie finde ich diesen Jemand und woher nehme ich den Mut, Kontakt aufzunehmen.
  • Sie finden diesen Jemand über/in Ihrem Arzt / Facharzt, Therapeutinen, ggf. für eine begrenzte und manchmal notwendige Zeit auch in einer Fachklinik. Den Mut dazu finden Sie in sich selbst, im ernsthaften wollen einer Veränderung und der Erkenntnis und Einsicht, das man eben doch mal fremde Hilfe braucht.
  • Wer hilft mir, wenn ich nach einem klinischen Aufenthalt wieder zurück in meinen Lebensalltag finden bzw. diesen überhaupt erst einmal - neu - einrichten muss?
  • Zuerst Sie sich selbst im Umsetzen dessen, was Sie gelernt haben. Aber auch Selbst-hilfeeinrichtungen, Lebenshilfe- Organanisationen, Beratungsstellen ... werden Ihnen weiterhelfen - wenn Sie für sich begreifen, das schlussendlich Sie der "Macher" sind, der seine Situation ändern kann.
  • Wie und wo finde ich nun so eine -► Selbsthilfegruppe und wer kümmert sich um meinen Angehörigen, der ja auch mit unter meiner Erkrankung gelitten hat?
  • Im Internet, bei Selbsthilfekontaktstellen, bei Beratungsstellen, oder es werden Ihnen am Ende von Klinikaufenthalten Kontaktangaben mitgegeben.
Sie werden feststellen, das Sie keinesfalls allein damit sind, spätestens innerhalb eines Klinikaufenthaltes oder des Besuches einer Selbsthilfegruppe werden sämtliche Zweifel - das es nur Ihnen alleine so geht - komplett zerstreut.
Zwischenbemerkung
Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass Menschen mit einer Erkrankung an Depressionen etwas Außergewöhnliches, Seltenes und in unser Gesellschaft eher unbedeutend und unbekannt sind.
Um diese weit verbreitete Ansicht zu widerlegen, haben ich Ihnen mal eine Zusammenstellung von berühmten Persönlichkeiten mit Depressionene aufgelistet.
Angeführt wird diese von Abraham Lincoln (1809 - 1865), dem 16. Präsident der USA, dem viele weitere berühmte Persönlichkeiten aus allen Lebensbereichen folgen.
Mit Klick auf: -► Berühmte Persönlichkeiten mit einer Erkrankung an Depressionen
werden Sie staunend erkennen, dass Sie mit Ihrer Erkrankung an Depressionen "in bester Gesellschaft" und keinesfalls allein damit betroffen sind.
Durch die überall im Leben lauernden, versteckten, vielfältigen Ursachen und begünstigenden Umstände, kann Jeder Mensch kann an Depressionen erkranken.
Dementsprechend könnte man diese Liste kontinuierlich aktualisieren und weiterführen, erkranken doch immer mehr Menschen daran.
Die Thematik psychischer Erkrankungen hat sogar Einzug in berühmten Geschichten gefunden, die es bis in Walt Disney Verfilmungen geschafft haben. In Ihnen wird das Thema Depressionen und weiterer, psychischer Störungen im Rahmen der agierenden Charaktere amüsant aber auch nachdenklich erfasst und dargestellt.
Lassen Sie sich überraschen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit kennen Sie die Geschichte, die Ihnen ihre Figuren in dieser Zusammenstellung zur Einordnung in die entsprechenden Verhaltensauffälligkeiten präsentiert. Klicken Sie zum Lesen hier: -► Charaktere in WtP.
Wie können Selbsthilfegruppen helfen?
Die größte Hilfe für viele Betroffene ist, sich nicht mehr erklären zu müssen und eine Begeg-nung auf Augenhöhe der gemeinsamen Betroffenheit zu erleben. Das vereinet sehr schnell und man stellt sich ihr nun gemeinsam in der Gruppe, wobei die Erfahrungen aller zusammen-kommen und sich Bewältigungsstrategien schneller und leichter gemeinsam erarbeiten und umsetzen lassen.
Selbsthilfegruppen sind für Betroffene oft langjährige Wegbegleiter, aber auch Lebens-abschnittspartner, die ihre Mitglieder möglichst gut befähigen, wieder zurück in ein selbstständiges, glückliches, weitestgehend stabiles und selbstbestimmtes Leben zurück zu kehren.
Aber sie sind auch ein Auffangpool, wenn "Ehemalige" doch wieder Hilfe brauchen und in die Gruppe zurückkehren wollen / müssen.
Wie finde ich nun so eine Selbsthilfegruppe und wer kümmert sich um meinen Angehörigen, der ja mit mir unter meiner Erkrankung leidet?
Sie finden Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe über die gängigen Suchmaschinen im Internet, in der Ihrem Wohnort am nächsten gelegenen, größeren Stadt, bei Selbsthilfe- Kontakt- und Beratungsstellen.

Eine nach inhaltlichen Schwerpunkten sortierte Auflistung aller Selbsthilfegruppen ist derzeit noch in Bearbeitung.

Anmerkung: Die SHG Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionene ist - sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige - Ansprechpartner und widmet sich den bei Beiden auftretenden Problemen und Schwierigkeiten.

Speziell für Sie als Angehörige zusammengestellte Tipps, Hilfen, Infos und Ratgeber finden Sie unter: -► Tipps für Angehörige

Und was ist wenn ... Sie sich nach dem gerade gelesenen Sorgen um sich selbst, oder Ihren Partner, Kinder/n, Eltern, Freund/e usw. machen und feststellen, dass deren/ihre Stimmungsschwankungen über längere Zeit übernormal stärker als gewohnt sind, Sie sich sogar schon des Lebens müde fühlen, ihm keinen Sinn mehr geben können und nicht mehr weiter wissen? Dann ...

... denken Sie ernsthaft darüber nach, wem Sie sich in Ihrer Situation anvertrauen, wer Sie verstehen, unterstützen und Ihnen weiterhelfen kann.

... beziehen Sie unbedingt eine Vertrauensperson ein, um mit ihrer Hilfe und Begleitung die ersten Schritte unternehmen zu können

... suchen Sie zuerst Hilfe und Unterstützung bei Ihrem vertrauten Hausarzt, lassen Sie sich von ihm beraten und ggf. zu einem Facharzt überweisen, von diesem weiterbehandeln und eventuell auch eine Psychotherapie verordnen.

... verzweifeln Sie bitte nicht, wenn Sie mit der Diagnose: "Sie leiden an -► Depressionen"! konfrontiert werden! Ihr Facharzt wird Sie aufklären und Sie  - ggf. erst einmal nur temporär - medikamentös einstellen, um Sie damit zu unterstützen.

... lassen Sie sich unbedingt auch auf eine verschriebene Medikation ein, nehmen Sie diese auch wirklich ein, damit sich nach einer gewissen Zeit (ca. 14 Tagen) in Ihrem Körper der Wirkspiegel aufbauen und Sie damit wirkungsvoll entlasten kann. Passt ein Medikament noch nicht so recht, reflektieren Sie dies im Gespräch mit Ihrem Arzt, der innerhalb der ihm zur Verfügung stehenden Vielzahl von Medikamenten ein besseres für Sie finden oder die Dosierung besser anpassen wird.

... ist manchmal auch ein zeitlich begrenzter, klinischer Aufenthalt unumgänglich, in dem man Ihre Situation allumfassend diagnostizieren und mit Ihnen gemeinsam die richtigen Strategien zur bestmöglichsten Behandlung erarbeiten kann. Lehnen Sie diesen keinesfalls ab, denn damit beginnt Ihr Weg zurück in ein wieder lebenswertes Leben.

... kann eine Psychotherapie eine wertvolle Möglichkeit eröffnen, in der Sie Ihre Situation in Worte fassen können, um Sie mit Ihrem Therapeuten zu bearbeiten.

... ist auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe eine erste Möglichkeit, Ihren Weg aus der Depression zu beginnen um diesen mit deren / unserer Hilfe erfolgreich weiter gehen zu können.

Wenn Sie in therapeutischer Behandlung sind / waren, bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Ihre Situation durch den Besuch einer passenden -► Selbsthilfegruppe weiter zu bearbeiten und im Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen weitere Erfahrungen zu sammeln.

Informieren Sie sich auch selbst auf den aus meiner langjährigen Erfahrungskompetenz erstellten Seiten dieser Homepage zu den verschiedensten Themenbereichen rund um die Erkrankung an Depressionen, zur meiner Selbsthilfearbeit und Tätigkei als Selbsthilfe-gruppenleiter.

Entnehmen Sie aus meinen Seiten und weiterführenden Links für Sie wichtige Fakten, Tipps und Ratschläge, die zur Verbesserung Ihrer Leidenssituation beitragen und erfahren Sie mehr über depressive Erkrankung(en), Diagnostik, Therapien, Behandlungsmöglichkeiten, wie man sich selber testet, damit umgeht, welche Hilfe(n) möglich sind und wo man sie bekommen kann!

Kontaktieren Sie mich als Gesprächsgruppenleiter wie unter -► Impressum + Kontakt angegeben.

Telefonisch begegne ich Ihnen mit viel Verständnis, Einfühlungsvermögen und Erfahrungs-kompetenz - sowohl aus meiner eigenen Betroffenheit (Diagnose 2006) als auch aus meiner Selbsthilfearbeit (seit 2008) und der Arbeit mit Angehörigen. Ich gehe behutsam auf die Befindlichkeiten ein, Sie können mir Ihre Fragen stellen und erste Antworten direkt im Telefonat erhalten.

Unbefangen und ohne sich mit Hemmungen oder Schamgefühle zu quälen, können Sie mir anvertrauen, was Ihnen mit den Depressionen gerade neu begegnet ist. Als selbst Betroffener habe ich Verständnis für Ihre Sorgen und Probleme, denn ich lebe schon einige Jahrzehnte mit der Erkrankung an Depressionen und all ihren Begleiterscheinungen.

Vertrauen Sie sich mir mit Ihrer Betroffenheit im Telefonat und - wenn Ihr Weg Sie dahin führt - auch in einem persönlichen Vorgespräch an. Näheres dazu unter: -► Was? + Wie?

Schließen Sie sich - falls möglich - einer Selbsthilfegruppe an oder gründen Sie selbst eine. Erleben Sie im Kontakt mit anderen Betroffenen eine "Begegnung auf Augenhöhe" und Akzeptanz. In den Gruppengesprächsabenden ist Platz für alle "Höhen" und "Tiefen" Ihres Lebens und auch noch so kurios klingende Sachverhalte, aber niemals für "Belächeln", Überheblichkeit oder Verurteilung.

Bereichern Sie sich durch das Erfahrungspotential einer Selbsthilfegruppe und diese wiederum durch Ihres und Ihre Erfahrungen. Nur so können Sie selbst miterleben, was aktive Selbsthilfe leisten und wie sie auch Ihnen in Ihrer individuellen Situation weiter helfen kann.

Lernen Sie wieder neu, Ihre Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle richtig einzuordnen und Krisen ganz anders, besser vorbereitet, wirkungsvoller - mit neuem, erfahrungsbasierten und umfangreicheren Wissen - zu begegnen.

Finden Sie mit einer Selbsthilfegruppe wieder neuen Mut, sowie Mittel und Wege, sich Ihrer Erkrankung zu stellen, sich zu stabilisieren und Ihre Lebensqualität - wenn auch ganz anders als zuvor, aber nicht schlechter - wieder zurück zu gewinnen.

Erleben Sie sich selbst - oder Ihren Angehörigen - mit ähnlichen Gefühlen und verfügen Sie vielleicht sogar schon über eine konkrete Diagnose , dann melden Sie sich doch bei mir, wie unter -► Impressum + Kontakt beschrieben.

Besprechen Sie mit mir Ihre bzw. die Betroffenheits- Situation Ihres Angehörigen und nutzen Sie meine umfassende Erfahrungskompetenz als Selbstbetroffener.

Beachten Sie aber unbedingt, dass Sie als Angehöriger solche Entscheidungen nicht "über den Kopf des Betroffenen hinweg" treffen und ohne sein Wissen und Einverständnis handeln. Solche Vorgehensweisen "entmündigen" sie/ihn, sind verletzend und völlig kontraproduktiv.

Versäumen Sie gerade in Ihrer jetzigen Situation und trotz aller Sorgen und Probleme rund um Ihre Betroffenheit nicht, sich auch die schönen Seiten des Lebens immer wieder vor Augen zu führen, die es  trotzdem immer noch gibt und die gerade jetzt besonders wichtig für Sie sind. Suchen Sie sich Dinge, die Sie entspannen, finden Sie während eines Spaziergangs die Schönheit der Natur wieder, genießen Sie Erheiterndes, Lachen Sie, auch / gerade weil sie depressiv sind, Sie werden sich selber einen großen Gefallen damit tun.

Anregungen zum Lachen / Schmunzeln finden Sie vielleicht auch in den Inhalten der auf unserer Seite: -► Lustiges gesammelten Texte und Kuriositäten - die Sie vielleicht / hoffentlich zum Schmunzeln und ein wenig Erleichterung in Ihre Situation bringen.

Vertrauenspersonen sind in allen - besonders aber im Bereich der Betroffenheit mit einer Erkrankung an Depressionen - besonders wichtig. Beziehen Sie ihre Vertrauensperson mit ein und durchforschen Sie mit dieser gemeinsam meine Internetseiten, oder kommen Sie mit ihm/ihr auch zum Gespräch mit mir.

Olaf Lindenlaub / Webmaster und Gesprächsgruppenleiter Erfurt

Lesen Sie dazu auch den Artikel aus der Apotheken Umschau A 18/11.12 59733* -► Die Seele stärken - Wieder raus ins Leben

Die Seele stärken - wieder raus ins Leben
In bestimmten, sehr belastenden Lebenssituationen (Arbeitsplatzverlust, Trennung, schwere körperliche Erkrankungen, Trauer um einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier ...) können sich die Symptome einer gut stabilisierten Depression wieder zurückmelden.

 


Stabil bleiben - Rückfälle vermeiden
Lesen Sie dazu- mit Klick auf das nebenstehende Bild-► den Artikel: -► "Stabil bleiben, Rückfälle vermei-den. Depressionen kehren oft zurück - auch ohne großen Auslöser. Betroffene können viel dafür tun, um nicht wieder in das Gefühlstief abzurutschen".

*Mit freundlicher Genehmigung des Verlages: „Wort und Bild“, Text, Recherche und Interview: "Silke Droll"


Eine Sammlung  sehr interessanter und sehenswerter Videolinks zum Thema Depressionen habe ich Ihnen auf unserer Seite -► Weiterf. Videos + Links zusammengestellt.

Hier die Themen-/ Titelübersicht mit Zeitangabe:

  • Der aktuelle TV-Aufklärungsspot über Depression (0:30)
  • Depression und dann? (29:06)
  • Volkskrankheit Depressionen - Wo Liebe allein nicht hilft (29:31)
  • Leben mit der Dunkelheit – Volkskrankheit Depressionen (1:29:48)
  • Depressionen und Angst – Wie gehe ich damit um?  (1:53:18)
  • Wie fühlen sich Depressionen an? (20:17)
  • Wenn nichts mehr Freude macht: Depressionen (12:23)
  • Depression kann jeden treffen: Der Tod von Robert Enke (44:16)
  • Der Schatten von Robert Enke - Leben mit Depressionen (58:58)
  • Neustart fürs Gehirn: Wege aus der Depression (43:45)
  • Von der Depression in die Berufsunfähigkeit, hin in ein selbstbestimmtes Leben (3:04)

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