Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionen
für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Ein oft unerkanntes Geschehen, das uns nach belastenden Lebensereignis-sen depressiv verstimmt werden oder an Depressionen erkranken lässt.

Anpassungsstörungen (kurz formuliert)
Eine Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf belastende Lebensereignisse, die nicht ausreichend verarbeitet werden können.
Sie äußert sich z. B. durch emotionale Belastung oder Probleme im sozialen Umgang und kann Alltag, Beziehungen und Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigen.

Die medizinische Erklärung bekommen Sie unter: -► Was sind Anpassungsstörungen? - gefunden auf der Seite: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

Wer sich das Thema lieber kurz erklären lassen möchte, findet nachstehend (mit Klick auf das Abspiel- Symbol) ein passendes Video (5:32 Minuten) zum Thema Anpassungstörungen mit den ausführlichen Themenbereichen:
  • Symptome
  • Diagnostik
  • Ursachen
  • differenzialdiagnostisches Vorgehen
  • Folgen
  • Komplikationen
  • Therapiemöglichkeiten

Psychotherapie & Coaching - Lukas Rick

Lebensveränderungen erfordern immer wieder neue Anpassung.
Manchmal gelingt das jedoch nicht ausreichend, weil der Verstand die Situation zwar erfasst, die Gefühle aber noch nicht nachkommen.
Dadurch kann ein inneres Ungleichgewicht entstehen – oft verbunden mit widersprüchlichen Gefühlen.
Diese innere Zerrissenheit kann stark belasten und eine Anpassungsstörung begünstigen oder begleiten.
In ungünstigen Fällen können daraus auch depressive Verstimmungen oder längerfristig Depressionen entstehen.
Wichtig ist,
sich dabei nicht zusätzlich unter Druck zu setzen, denn das verschlimmert die Situation oft nur und mindert die Lebensqualität.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass unsere Gefühlswelt Zeit braucht, um nach Veränderungen anzukommen und wieder Fuß zu fassen. Solche Veränderungen können zum Beispiel sein:

  • Umzüge, größere Renovierungen und Umbauten
  • familiäre Veränderungen: Partner- und Freundschaften, Eheschließungen, Trennungen, Geburten, …
  • berufliche Veränderungen, wie Tätigkeits- oder Arbeitgeberwechsel, veränderte Verant-wortungen, Arbeitslosigkeit oder grundlegende Veränderungen der eigenen Tätigkeit)
  • soziale Veränderungen durch neue Bekanntschaften, Nachbarschaften, …
  • gesundheitliche Veränderungen, Krankheitseinschränkungen, Behinderungen, körper-liche / psychische Defizite, …

All das sind Lebensereignisse, auf die wir uns immer wieder neu einstellen müssen.
Wie in vielen anderen Situationen auch, können wir dabei selbst einiges für uns tun – bevor wir an professionelle Hilfe denken.

Was hilft dagegen?
  • sich Zeit lassen, um wirklich in der neuen Lebenssituation anzukommen
  • uns bewusst machen, dass bereits viele Veränderungen erfolgreich gemeistert wurden
  • Vorteile, Notwendigkeiten oder Gegebenheiten erkennen und Unabänderliches akzeptieren
  • wenn wir uns daran erinnern, dass die dafür notwendigen Fähigkeiten in uns vorhanden sind
  • zu begreifen, dass wir sowohl jetzt als auch künftig mit solchen Veränderungen umgehen können
  • das Gespräch mit einer Vertrauensperson zu suchen, kann ebenfalls sehr hilfreich sein

Auch wenn uns diese Ansätze helfen können, gelingt uns das nicht immer.

Was aber, wenn wir trotzdem in eine depressive Verstimmung abrutschen?
Dann ist es wichtig, nicht in Panik zu geraten. Entscheidend ist, diese Wahrnehmung bewusst zu erkennen und – wenn möglich – mit einer Vertrauensperson darüber zu sprechen. So kann sich die eigene Gefühlswelt nach und nach wieder mit dem Verstand in Einklang bringen.
Hilfreich ist es auch, nicht zu pauschalisieren, negative Gedanken nicht „groß werden zu lassen“ und den Bezug zur Realität im Blick zu behalten.
Sich selbst nicht aufzugeben und die eigenen Kräfte wieder zu aktivieren, ist dabei besonders wichtig.
Wenn das nicht gelingt und sich eine Abwärtsspirale aus zunehmend belastenden und an-haltend schlechter werdenden Stimmungen entwickelt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen und Unterstützung in Betracht zu ziehen.
Entscheidend bleibt die eigene Haltung: die Überzeugung, dass Veränderung möglich ist – und die Bereitschaft, selbst daran mitzuwirken, ob mit professioneller, alternativer oder persönlicher Unterstützung.
Mein Fazit
Veränderungen gehören zum Leben und fordern uns immer wieder heraus.
Wichtig ist, sich selbst Zeit zu geben, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen und keinen zu-sätzlichen Druck aufzubauen.
Auch wenn es nicht immer sofort gelingt, mit neuen Situationen zurechtzukommen, können wir vieles selbst dazu beitragen, wieder ins Gleichgewicht zu finden.
Wenn das nicht ausreicht, ist es ebenso wichtig zu erkennen, wann Unterstützung sinnvoll und notwendig ist.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich auch eine Anpassungsstörung – wie nach meinem Umzug – auf diesem Weg bewältigen lässt.

Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, findet unter der Überschrift: "1. Bücher/Bücherlisten - Downloadmöglichkeiten": auf der Seite -► DOWNLOADS eine Auswahl passender Bücher zum Thema Angststörungen.

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